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WeDev-IT
Wissen

IT-Begriffe, verständlich erklärt

Was steckt hinter den Wörtern, die in IT-Angeboten stehen? Jede Seite erklärt einen Begriff in wenigen Minuten – mit dem, was im Projekt tatsächlich zählt, und ohne Verkaufstext. Für die großen Entscheidungs- und Kostenfragen gibt es den Ratgeber.

Software

Web-App

Was ist eine Web-App?

Eine Web-App ist ein Programm, das im Browser läuft und dort echte Arbeit erledigt: Daten erfassen, suchen, auswerten, freigeben. Anders als eine Website, die Inhalte zeigt, arbeitet man mit ihr – und anders als eine App aus dem Store muss sie nicht installiert werden, sondern wird über eine Adresse aufgerufen.

Individual- oder Standardsoftware

Individualsoftware oder Standardsoftware?

Standardsoftware ist ein fertiges Produkt, das viele Unternehmen gleich nutzen – schnell verfügbar, günstig im Einstieg, dafür in fremde Abläufe gegossen. Individualsoftware wird für einen Betrieb gebaut und bildet dessen Abläufe ab, kostet dafür mehr Vorlauf. Die Entscheidung hängt weniger am Preis als daran, ob Ihre Abläufe Ihr Wettbewerbsvorteil sind oder nur Verwaltung.

SaaS

Was bedeutet SaaS?

SaaS steht für Software as a Service: Sie mieten eine Software, die beim Anbieter läuft, und zahlen meist pro Benutzer und Monat. Installation, Updates und Betrieb übernimmt der Anbieter. Der Preis dafür ist Abhängigkeit – von seinen Preisen, seinem Funktionsumfang und seinem Fortbestand.

Prozessautomatisierung

Was ist Prozessautomatisierung?

Prozessautomatisierung heißt, wiederkehrende Handgriffe von der Software erledigen zu lassen: Daten übertragen, Dokumente erzeugen, Fristen überwachen, erinnern. Nicht die ganze Arbeit, sondern die Teile, die immer gleich ablaufen und bei denen Menschen nur Zeit verlieren und Fehler machen.

Technik & Betrieb

Schnittstelle (API)

Was ist eine Schnittstelle (API)?

Eine Schnittstelle – meist API genannt – ist ein vereinbarter Weg, auf dem zwei Programme Daten austauschen. Statt dass jemand Zahlen aus einem System in ein anderes abtippt, holt oder liefert die Software sie selbst: Kunden ins Rechnungsprogramm, Bestellungen ins Lager, Zeiten in die Lohnverrechnung.

Datenmigration

Wie läuft eine Datenmigration ab?

Datenmigration heißt, Bestandsdaten aus dem alten System oder aus Tabellen in die neue Anwendung zu übernehmen – vollständig, geprüft und nachvollziehbar. Sie ist selten technisch schwierig, aber der Teil eines Projekts, in dem sich Datenqualität rächt, die jahrelang niemand angesehen hat.

Technische Schulden

Was sind technische Schulden?

Technische Schulden sind Abkürzungen in einer Software, die beim Bauen Zeit gespart haben und später Zinsen kosten: Jede Änderung dauert länger, jeder Fehler zieht Kreise. Wie bei echten Schulden ist das Aufnehmen manchmal vernünftig – teuer wird es, wenn nie getilgt wird.

Cloud oder eigener Server

Cloud oder eigener Server – was ist besser?

Beim eigenen Server steht die Hardware bei Ihnen oder in einem Rechenzentrum, das Sie mieten – Sie tragen Betrieb, Ersatz und Sicherung. In der Cloud mieten Sie Rechenleistung und geben den Betrieb der Hardware ab. Die Entscheidung fällt selten technisch, sondern über Kosten, Pflichten und die Frage, wer nachts erreichbar ist.

Projekt & Vertrag

MVP

Was ist ein MVP in der Softwareentwicklung?

MVP steht für Minimum Viable Product: die kleinste Version einer Software, die im Alltag schon echten Nutzen bringt. Sie enthält die Abläufe, ohne die das System sinnlos wäre – und sonst nichts. Zweck ist, früh mit echten Daten und echten Nutzern zu arbeiten, statt Monate auf ein Gesamtwerk zu warten.

Lastenheft & Pflichtenheft

Lastenheft und Pflichtenheft: Was ist der Unterschied?

Das Lastenheft kommt vom Auftraggeber und beschreibt, was gebraucht wird – in seiner Sprache, ohne Lösungsweg. Das Pflichtenheft kommt vom Anbieter und beschreibt, wie er es umsetzen wird, samt Technik, Abgrenzung und Annahmen. Kurz: Lastenheft ist das Was, Pflichtenheft das Wie.

Wartungsvertrag

Was gehört in einen Software-Wartungsvertrag?

Ein Wartungsvertrag regelt, was nach dem Go-Live passiert: Betrieb überwachen, Sicherheitsaktualisierungen einspielen, Fehler beheben, erreichbar sein. Er ist nicht dasselbe wie Weiterentwicklung – neue Funktionen sind ein eigener Auftrag. Genau diese Grenze sollte im Vertrag stehen, sonst wird jede Anfrage zur Auslegungsfrage.

Auftragsverarbeitungsvertrag

Was ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)?

Ein Auftragsverarbeitungsvertrag regelt, wenn ein Dienstleister personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet – etwa Ihr Hoster, Ihr Newsletter-Anbieter oder wir beim Betrieb Ihrer Anwendung. Artikel 28 der DSGVO verlangt dafür einen Vertrag in Schriftform, auch elektronisch. Verantwortlich für die Daten bleiben Sie.

Ein Begriff fehlt?

Schreiben Sie uns, welches Wort in Ihrem Angebot steht und niemand erklärt hat. Wir antworten – und nehmen die Erklärung hier auf.

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