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Technik & Betrieb

Wie läuft eine Datenmigration ab?

Datenmigration heißt, Bestandsdaten aus dem alten System oder aus Tabellen in die neue Anwendung zu übernehmen – vollständig, geprüft und nachvollziehbar. Sie ist selten technisch schwierig, aber der Teil eines Projekts, in dem sich Datenqualität rächt, die jahrelang niemand angesehen hat.

Die vier Schritte

Erstens Bestand aufnehmen: Welche Daten gibt es, wo liegen sie, welche sind noch gültig? Zweitens Zuordnung festlegen: Welches Feld wandert wohin, was passiert mit Feldern ohne Gegenstück? Drittens Probeläufe: Die Übernahme wird mehrfach auf einer Testumgebung durchgespielt, bis die Abweichungen erklärt sind. Viertens der echte Lauf, meist am Wochenende, mit einem Stichprobenvergleich danach – und einem Rückweg, falls etwas nicht stimmt. Das alte System bleibt danach noch eine Zeit lesend verfügbar, bis alle Beteiligten Vertrauen haben.

Wo es schiefgeht

Fast immer an der Datenqualität, nicht an der Technik: Kunden dreifach angelegt, Schreibweisen uneinheitlich, Pflichtfelder leer, Beträge als Text, Datumsangaben in drei Formaten. Dazu kommen Felder, die zweckentfremdet wurden – das Bemerkungsfeld, in dem seit Jahren Liefervereinbarungen stehen. Solche Fälle finden sich nur in Probeläufen, deshalb sind sie nicht verhandelbar. Und sie sind der Grund, warum eine Migration Zeit beim Kunden kostet: Entscheidungen über Altdaten kann nur treffen, wer das Geschäft kennt.

Was Sie besser nicht mitnehmen

Eine Migration ist die beste Gelegenheit zum Aufräumen. Karteileichen, Kunden ohne Umsatz seit zehn Jahren, doppelte Artikel: Was nicht mitkommt, muss nie wieder gepflegt werden. Bei personenbezogenen Daten ist es mehr als Aufräumen – die DSGVO verlangt, Daten zu löschen, die für den Zweck nicht mehr nötig sind. Wir schlagen deshalb vor der Migration vor, welche Bestände wir nicht übernehmen, und halten fest, was archiviert statt übernommen wird.

Häufige Fragen

Kann während der Migration weitergearbeitet werden?

Beim Probelauf ja, der läuft parallel auf einer Testumgebung. Für den echten Lauf braucht es ein Zeitfenster, in dem im alten System nichts mehr geändert wird – meist ein Wochenende. Danach ist das alte System nur noch lesend offen.

Was kostet eine Datenmigration?

Sie richtet sich nach der Zahl der Datenarten und der Qualität der Altdaten, nicht nach der Menge. Zehntausend saubere Datensätze sind einfacher als tausend uneinheitliche. Den Rahmen nennen wir, nachdem wir einen Auszug gesehen haben.

Passt das zu Ihrem Vorhaben?

Im kostenlosen Erstgespräch sagen wir Ihnen, was in Ihrem Fall sinnvoll ist – auch dann, wenn die Antwort lautet, dass Sie weniger brauchen als gedacht.

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