Mit dem Handy aufgewachsen heißt nicht: fit für den Betrieb
Junge Menschen bedienen soziale Netzwerke souverän. Ein Warenwirtschaftssystem, eine strukturierte Ablage oder die Frage, ob man Kundendaten in ein KI-Werkzeug tippen darf, sind etwas völlig anderes.
Auf einen Blick
- Für wen
- Lehrlinge und Auszubildende, Ausbildungsbetriebe, Lehrwerkstätten
- Format
- Inhouse im Betrieb oder in der Ausbildungseinrichtung
- Dauer
- Halbtag, Ganztag oder mehrteilige Reihe
Das können die Teilnehmenden danach
- Digitale Werkzeuge des Betriebs sicher bedienen
- KI-Werkzeuge sinnvoll und mit Augenmaß nutzen
- Erkennen, wann eine digitale Auskunft nicht stimmt
- Grundregeln zu Datenschutz und Datensicherheit anwenden
Diese vier Punkte hören wir fast immer zuerst
Wenn Sie sich in mindestens zweien wiederfinden, lohnt sich ein Gespräch – auch wenn am Ende herauskommt, dass Sie nichts ändern müssen.
Der Mythos der digitalen Selbstverständlichkeit
Weil Jugendliche geübt mit Apps umgehen, wird angenommen, sie kämen mit betrieblichen Systemen ebenso zurecht. Im Alltag zeigt sich regelmäßig, dass das nicht stimmt.
Niemand hat Zeit zum Erklären
Einarbeitung passiert nebenbei zwischen zwei Aufträgen. Was dabei untergeht, bleibt jahrelang eine Lücke – und wird zur stillen Fehlerquelle.
KI wird benutzt, ohne dass jemand darüber spricht
Lehrlinge nutzen KI-Werkzeuge für Aufgaben und Berichte. Ohne Anleitung entstehen Ergebnisse, die niemand geprüft hat – und ein Umgang, der später schwer zu korrigieren ist.
Datenschutz ist ein abstraktes Wort
Solange niemand konkret zeigt, was passieren kann, bleibt es eine Vorschrift ohne Bedeutung – und wird entsprechend behandelt.
Genau hier setzen wir an
Lehrlinge gelten als digital selbstverständlich – im Betrieb zeigt sich oft anderes. Wir vermitteln praxisnah, was im Arbeitsalltag gebraucht wird: von den betrieblichen Systemen bis zum verantwortungsvollen Umgang mit KI.
An den Systemen Ihres Betriebs
Wir schulen nicht an allgemeiner Software, sondern an dem, womit die Lehrlinge tatsächlich arbeiten. Was sie lernen, können sie am nächsten Tag anwenden.
KI mit Augenmaß statt Verbot
Verbote werden umgangen. Wir zeigen, wofür KI im Ausbildungsalltag taugt, wofür nicht, und wie man eine falsche Antwort erkennt – ein Können, das ihnen ihr Berufsleben lang bleibt.
Datenschutz an echten Beispielen
Statt Paragraphen konkrete Fälle aus dem Betriebsalltag: Was passiert, wenn diese Datei dorthin geht? Das bleibt hängen, weil es greifbar ist.
Warum Ausbildungsbetriebe davon doppelt profitieren
Der offensichtliche Nutzen: Lehrlinge werden schneller produktiv und machen weniger Fehler, die später jemand korrigieren muss. Der zweite Nutzen wird oft übersehen: Ausbildungsqualität ist inzwischen ein Argument bei der Lehrlingssuche. Betriebe, die neben dem Handwerk auch digitale Kompetenz vermitteln, haben es leichter, gute Bewerber zu bekommen und zu halten. Und ein dritter Punkt: Lehrlinge, die den sicheren Umgang mit digitalen Werkzeugen gelernt haben, tragen ihn in den Betrieb zurück – nicht selten sind sie es, die dem Team etwas zeigen.
Warum wir KI nicht ausklammern
Manche Ausbildungsbetriebe würden das Thema am liebsten verbieten. Das funktioniert nicht: Die Werkzeuge sind kostenlos, überall verfügbar und werden ohnehin genutzt – nur eben unbeaufsichtigt. Sinnvoller ist, den Umgang zu begleiten. Wir üben mit den Lehrlingen, wann ein KI-Ergebnis brauchbar ist und wann nicht, warum eine selbstsicher formulierte Antwort trotzdem falsch sein kann, und was passieren muss, bevor etwas an einen Kunden geht. Das ist Medienkompetenz für den Beruf – und deutlich wirksamer als eine Regel, die niemand befolgt.
Aufbau und Formate
Am häufigsten gefragt ist ein Ganztag im Betrieb, weil die eigenen Systeme vor Ort sind und die Gruppe ohnehin zusammenkommt. Für größere Ausbildungsbetriebe und Lehrwerkstätten bietet sich eine mehrteilige Reihe an – etwa vier Halbtage über ein Lehrjahr verteilt, mit Aufgaben dazwischen. Das wirkt nachhaltiger als ein einmaliger Termin, weil das Gelernte zwischendurch angewendet wird. Die Inhalte stimmen wir auf Lehrberuf und Ausbildungsjahr ab: Ein Bürolehrling braucht anderes als ein Metalltechniker.
Aus stiller Unsicherheit wird Selbstverständlichkeit
Typisches Szenario: Ausbildungsbetrieb mit 6 Lehrlingen
Ausgangslage
Die Einarbeitung an den betrieblichen Systemen passierte nebenbei. Fehler bei der Erfassung häuften sich, und niemand sprach darüber, wie KI-Werkzeuge genutzt wurden.
Unsere Lösung
Ganztägige Schulung an den eigenen Systemen, dazu ein Praxisteil zum Erkennen falscher KI-Antworten und zu Datenschutz an konkreten Fällen aus dem Betrieb.
Ergebnis
Die Lehrlinge arbeiten sicherer an den Systemen, und der Umgang mit KI ist offen besprochen statt heimlich – mit klaren Regeln, was geprüft werden muss.
Konstruiertes, anonymisiertes Szenario zur Veranschaulichung – keine benannte Kundenreferenz.
Antworten auf das, was Sie sich gerade fragen
Noch offene Punkte? Schreiben Sie uns – wir antworten ehrlich und ohne Verkaufsdruck.
Ab dem ersten. Je früher der saubere Umgang sitzt, desto weniger muss später korrigiert werden. Die Inhalte passen wir dem Ausbildungsstand an.
Ja, das ist bei kleineren Betrieben mit ein oder zwei Lehrlingen oft die sinnvollste Variante. Dann schulen wir an allgemein gebräuchlichen Werkzeugen statt an einem einzelnen Betriebssystem.
In Österreich bestehen verschiedene Förderungen für die betriebliche Weiterbildung von Lehrlingen, unter anderem über die Lehrstellenförderung. Wir weisen auf infrage kommende Programme hin; die Antragstellung läuft über Sie.
Ja, sowohl mit Ausbildungsbetrieben als auch mit Bildungseinrichtungen. Der Aufbau unterscheidet sich, weil in der Schule nicht an betrieblichen Systemen gearbeitet werden kann.
