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Projekt & Vertrag

Was gehört in einen Software-Wartungsvertrag?

Ein Wartungsvertrag regelt, was nach dem Go-Live passiert: Betrieb überwachen, Sicherheitsaktualisierungen einspielen, Fehler beheben, erreichbar sein. Er ist nicht dasselbe wie Weiterentwicklung – neue Funktionen sind ein eigener Auftrag. Genau diese Grenze sollte im Vertrag stehen, sonst wird jede Anfrage zur Auslegungsfrage.

Die fünf Punkte, die geregelt sein müssen

Erstens der Umfang: Welche Systeme, welche Umgebungen, welche Bestandteile Dritter. Zweitens die Reaktionszeit – und zwar als erste Rückmeldung, nicht als Lösungszeit, denn niemand kann zusagen, wie lange ein unbekannter Fehler braucht. Drittens die Servicezeiten samt Regelung für Notfälle außerhalb. Viertens die Abgrenzung zwischen Fehlerbehebung und Änderungswunsch, am besten mit Beispielen. Fünftens die Kosten: fester Monatsbetrag, Stundenkontingent oder Abrechnung nach Aufwand.

Was Wartung nicht ist

Ein Fehler liegt vor, wenn die Software nicht tut, was vereinbart war. Ein Änderungswunsch liegt vor, wenn sie etwas tun soll, was nie vereinbart war. Diese Unterscheidung klingt selbstverständlich und ist der häufigste Konflikt in Wartungsverhältnissen. Wir schreiben deshalb Beispiele in den Vertrag: Ein Feld, das den falschen Wert speichert, ist ein Fehler. Ein zusätzliches Feld ist eine Änderung. Und Änderungen bekommen vorab einen Kostenrahmen und Ihre Freigabe.

Was Wartung üblicherweise kostet

In der Branche wird häufig ein Prozentsatz des Projektpreises pro Jahr angesetzt; die Spanne, die man dazu liest, liegt meist bei 10 bis 20 Prozent. Das ist eine Orientierung, kein Gesetz: Entscheidend sind die Zahl der Systeme, die Anforderungen an Erreichbarkeit und wie viele Bestandteile Dritter mitgepflegt werden müssen. Wichtig ist aus unserer Sicht vor allem, dass Wartung keine Bedingung sein darf. Die Software muss auch ohne uns weiterlaufen – wer das nicht zusichert, verkauft Abhängigkeit.

Häufige Fragen

Brauchen wir überhaupt einen Wartungsvertrag?

Nötig ist er nicht, sinnvoll meistens. Ohne Vertrag werden Sicherheitsaktualisierungen zur Nebensache, und im Störfall stehen Sie in der Warteschlange. Mit Vertrag gibt es eine zugesagte Rückmeldung und einen Ansprechpartner, der das System kennt.

Was passiert, wenn wir kündigen?

Sie behalten Quellcode, Daten und Dokumentation, und die Software läuft weiter. Was entfällt, ist unsere Überwachung und die zugesagte Reaktionszeit. Wir übergeben auf Wunsch geordnet an Ihren neuen Dienstleister.

Passt das zu Ihrem Vorhaben?

Im kostenlosen Erstgespräch sagen wir Ihnen, was in Ihrem Fall sinnvoll ist – auch dann, wenn die Antwort lautet, dass Sie weniger brauchen als gedacht.

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