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Projekt & Vertrag

Lastenheft und Pflichtenheft: Was ist der Unterschied?

Das Lastenheft kommt vom Auftraggeber und beschreibt, was gebraucht wird – in seiner Sprache, ohne Lösungsweg. Das Pflichtenheft kommt vom Anbieter und beschreibt, wie er es umsetzen wird, samt Technik, Abgrenzung und Annahmen. Kurz: Lastenheft ist das Was, Pflichtenheft das Wie.

Was in ein Lastenheft gehört

Ziele, Abläufe und Randbedingungen – aus Sicht des Betriebs. Gut sind Sätze wie „Ein Monteur erfasst seine Zeiten am Handy, auch ohne Netz“ oder „Angebote müssen die Preise aus unserem Katalog übernehmen“. Dazu Mengen (wie viele Benutzer, wie viele Aufträge pro Tag), bestehende Systeme, die angebunden werden sollen, und Pflichten, die nicht verhandelbar sind, etwa Datenschutz oder Aufbewahrung. Technikvorgaben gehören nur hinein, wenn sie tatsächlich feststehen. Wer zu früh die Lösung beschreibt, verliert die besseren.

Was ein Pflichtenheft leistet

Es übersetzt die Anforderungen in einen umsetzbaren Plan und macht vor allem eines sichtbar: die Abgrenzung. Was ist enthalten, was ausdrücklich nicht, welche Annahmen liegen dem Preis zugrunde? Diese Abgrenzung ist der Grund, warum das Dokument im Streitfall zählt – und der Grund, warum es sich lohnt, es zu lesen, bevor man unterschreibt. Bei uns steht dort auch, was wir nicht empfehlen und warum.

Wann sich der Aufwand lohnt

Bei Ausschreibungen, bei mehreren Anbietern im Vergleich und bei Vorhaben mit vielen Beteiligten sind beide Dokumente sinnvoll – sie schaffen Vergleichbarkeit. Bei einem ersten, klar abgegrenzten Ausbauschritt für einen Betrieb mit zehn Personen sind hundert Seiten dagegen verlorene Zeit: Bis sie geschrieben sind, hätte die erste Version schon laufen können. Wir arbeiten dann mit einer kurzen Anforderungsliste, in der jede Zeile eine Maßnahme und einen Nachweis hat, und halten Entscheidungen fortlaufend fest. Das ersetzt kein Pflichtenheft für einen Großauftrag, ist für KMU aber meist die ehrlichere Form.

Häufige Fragen

Müssen wir ein Lastenheft selbst schreiben?

Nein. Viele Betriebe wissen genau, was hakt, aber nicht, wie man es aufschreibt. Wir nehmen die Abläufe im Erstgespräch und bei einem Termin vor Ort auf und legen Ihnen die Zusammenfassung zur Bestätigung vor. Sie prüfen, statt zu formulieren.

Gibt es brauchbare Vorlagen?

Es gibt viele, und sie verleiten dazu, Felder auszufüllen statt nachzudenken. Nützlicher sind drei Fragen pro Ablauf: Wer macht es heute, wie oft, und was geht dabei schief? Daraus entsteht ein Lastenheft, das zu Ihrem Betrieb passt.

Passt das zu Ihrem Vorhaben?

Im kostenlosen Erstgespräch sagen wir Ihnen, was in Ihrem Fall sinnvoll ist – auch dann, wenn die Antwort lautet, dass Sie weniger brauchen als gedacht.

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