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Was kostet Google Ads? Budget, Betreuung und die Rechnung dahinter

Google Ads kostet zweimal: das Werbebudget, das Sie direkt an Google zahlen, und die Betreuung des Kontos. Für einen Klein- oder Mittelbetrieb in Österreich liegt das Budget üblicherweise zwischen 300 und 1.500 Euro im Monat, die Betreuung zwischen 300 und 1.500 Euro. Unter etwa 300 Euro Budget entstehen zu wenige Daten, um überhaupt zu optimieren – dann zahlt man für Anzeigen, aus denen das Konto nichts lernen kann.

8 Min. LesezeitAktualisiert am Ing. Özgür Deli, MSc CMSE

Zwei Posten, die regelmäßig verwechselt werden

Wenn jemand sagt, Google Ads kostet ihn 1.200 Euro im Monat, ist meist unklar, wovon er redet. Es gibt zwei getrennte Rechnungen. Die erste kommt von Google und ist Ihr Werbebudget – das Geld, das für Klicks verbraucht wird. Die zweite kommt von der Agentur oder dem Freiberufler und ist die Betreuung: Suchbegriffe pflegen, Anzeigen schreiben, Gebote nachziehen, auswerten. Diese Trennung ist nicht bürokratisch, sie entscheidet darüber, ob Sie vergleichen können. Ein Angebot über 900 Euro im Monat ist ohne diese Angabe nicht beurteilbar – es könnte 600 Budget und 300 Betreuung bedeuten oder umgekehrt.

Monatliches Werbebudget bei Google Ads
Unter der Datengrenze50–300 €/Monat

Es kommen zu wenige Klicks und Anfragen zusammen, um Zufall von Muster zu unterscheiden. Die Gebotsautomatik hat nichts zu lernen.

Lokaler Betrieb, eine Leistung300–800 €/Monat

Ein Einzugsgebiet, wenige Leistungen, überschaubarer Wettbewerb. Hier wird Google Ads für die meisten Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe sinnvoll.

Mehrere Leistungen oder Regionen800–2.500 €/Monat

Mehrere Kampagnen parallel, größeres Gebiet, teurere Begriffe. Erst in diesem Bereich lassen sich Leistungen sauber gegeneinander messen.

Umkämpfte Begriffe2.500–6.000 €/Monat

Versicherung, Kredit, Rechtsberatung, Sanierung: Branchen, in denen einzelne Klicks zweistellig kosten.

06.000 €/Monat

Das Budget zahlen Sie direkt an Google, nicht an die Agentur. Wer einen Aufschlag darauf verrechnet, verdient daran, dass Sie mehr ausgeben.

Was ein Klick kostet – und warum das die falsche Frage ist

Klickpreise schwanken in Österreich stark: von wenigen Cent für ungewöhnliche Suchbegriffe bis zu zweistelligen Beträgen in Branchen, in denen ein einzelner Auftrag vierstellig ist. Nur: Der Klickpreis sagt nichts darüber, ob sich Werbung rechnet. Entscheidend ist, was eine Anfrage kosten darf. Wer aus zehn Anfragen drei Aufträge macht und an einem Auftrag 2.000 Euro verdient, kann pro Anfrage 150 Euro zahlen und verdient noch gut. Wer an einem Auftrag 80 Euro verdient, darf pro Anfrage kaum mehr als 5 Euro zahlen. Diese Rechnung gehört vor das erste Budget, nicht danach – sie bestimmt, ob Google Ads für Ihr Angebot überhaupt ein taugliches Werkzeug ist.

Die drei Abrechnungsmodelle für die Betreuung

Monatspauschale: ein fixer Betrag für vereinbarte Leistungen. Planbar, und das Interesse der Agentur hängt nicht an Ihrem Budget. Prozent vom Werbebudget, üblich zwischen 10 und 20 Prozent: in großen Konten verbreitet, bei kleinen Budgets problematisch, weil die Agentur mehr verdient, wenn Sie mehr ausgeben – und weil 15 Prozent von 400 Euro niemanden dazu bringen, ein Konto wirklich zu pflegen. Stundensatz: ehrlich und schwer zu budgetieren, sinnvoll für einmalige Arbeiten. Für Klein- und Mittelbetriebe ist die Pauschale in der Regel das sauberste Modell, weil sie den Interessenkonflikt vermeidet.

Wie viel Budget mindestens nötig ist

Die Untergrenze ergibt sich nicht aus einer Vorschrift, sondern aus Statistik. Damit das Konto lernen kann, braucht es genug erfasste Anfragen. Googles Gebotsautomatik arbeitet erst zuverlässig, wenn über einige Wochen eine zweistellige Zahl an Conversions zusammenkommt. Bei einem Klickpreis von zwei Euro und einer Anfragequote von fünf Prozent kostet eine Anfrage 40 Euro – für 15 Anfragen im Monat sind das 600 Euro. Rechnen Sie das mit Ihren Zahlen durch, bevor Sie starten. Wer mit 150 Euro im Monat anfängt, bekommt nicht ein Fünftel des Ergebnisses, sondern meist keines – und schließt daraus falsch, dass Google Ads nicht funktioniert.

Woran man ein überteuertes Angebot erkennt

Erstens: Das Angebot nennt keine Trennung von Budget und Betreuung. Zweitens: Es gibt eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten, oft mit der Begründung, Ads brauche Zeit – das gilt für Suchmaschinenoptimierung, nicht für Anzeigen, die am ersten Tag laufen. Drittens: Das Konto wird im Agenturkonto geführt, und bei einer Trennung bleibt Ihnen nichts, auch nicht der Verlauf. Viertens: Es wird eine Zahl an Anfragen oder eine Platzierung garantiert. Fünftens: Im Angebot steht nichts über Conversion-Messung. Der letzte Punkt ist der verlässlichste Hinweis – ein Konto ohne erfasste Anfragen kann nicht auf Anfragen optimiert werden, und wer das nicht erwähnt, hat es nicht vor.

Was oft vergessen wird: die Seite, auf der der Klick landet

Der teuerste Fehler steckt meist nicht im Konto. Eine Anzeige für einen Notdienst, die auf die Startseite führt, verbrennt Budget zuverlässig – der Besucher sucht die Information, findet die Firmengeschichte und ist weg. Bezahlt ist der Klick trotzdem. Ebenso eine Telefonnummer, die am Handy nicht anklickbar ist, oder ein Formular mit zwölf Pflichtfeldern. Wer Budget für Anzeigen hat, aber keines für die Zielseite, sollte zuerst die Zielseite machen. Rechnen Sie es durch: Wenn aus 100 Klicks statt zwei Anfragen vier werden, halbieren sich Ihre Kosten pro Anfrage – ohne dass am Konto etwas geändert wurde.

Häufige Fragen

Was kostet Google Ads mindestens im Monat?

Rechnen Sie mit mindestens 300 Euro Werbebudget, damit genug Daten für eine Optimierung entstehen. Dazu kommt die Betreuung. Darunter ist es in der Regel kein kleines Experiment, sondern ein Betrag, aus dem sich keine Erkenntnis gewinnen lässt.

Ist Prozent vom Werbebudget oder eine Pauschale besser?

Bei kleinen und mittleren Budgets die Pauschale. Beim Prozentmodell verdient die Agentur mehr, wenn Sie mehr ausgeben – und bei einem Budget von 500 Euro bleibt von 15 Prozent zu wenig, um das Konto ernsthaft zu pflegen.

Kann ich Google Ads selbst machen?

Ja, grundsätzlich. Die Einrichtung schaffen die meisten, das Problem ist die laufende Arbeit: Suchanfragen lesen, ausschließen, Anzeigen tauschen. Wer sich dafür jede Woche eine Stunde nimmt, kommt weit. Wer das nicht tut, zahlt die eingesparte Betreuung über verschwendetes Budget doppelt.

Wie lange, bis sich Google Ads rechnet?

Klicks kommen am ersten Tag, belastbare Aussagen nach zwei bis acht Wochen – abhängig davon, wie schnell genug Anfragen zusammenkommen. Wer nach fünf Tagen Bilanz zieht, beurteilt Zufall.

Zahlt man bei Google Ads pro Klick oder pro Anzeige?

Pro Klick. Dass Ihre Anzeige angezeigt wird, kostet nichts. Deshalb ist eine Anzeige, die von den falschen Leuten angeklickt wird, teurer als eine, die selten erscheint.

Was kostet Google Ads bei WeDev-IT?

Die laufende Betreuung beginnt bei 490 Euro netto im Monat, monatlich kündbar, ohne Aufschlag auf Ihr Werbebudget. Das Budget zahlen Sie direkt an Google. Welche Stufe passt, hängt von Anzahl der Kampagnen und Leistungen ab.

Geschrieben von

Ing. Özgür Deli, MSc CMSE

Geschäftsführer & Gründer, WeDev-IT GmbH

Gastlektor · 15+ Jahre Enterprise-Projekterfahrung. Schreibt hier die Antworten auf, die er sonst im Erstgespräch gibt.

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