Was kostet SEO? Preise, Modelle und woran man Abzocke erkennt
Laufende Betreuung für einen Klein- oder Mittelbetrieb liegt im deutschsprachigen Raum üblicherweise zwischen 500 und 2.500 Euro im Monat, je nachdem wie viel Inhalt tatsächlich produziert wird. Eine einmalige technische Optimierung mit Analyse kostet meist im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich. Angebote deutlich unter 300 Euro im Monat decken erfahrungsgemäß kaum mehr als ein automatisches Reporting ab.
Wofür Sie eigentlich bezahlen
Suchmaschinenoptimierung besteht aus drei Teilen, die unterschiedlich viel Arbeit machen. Technik – Ladezeit, Struktur, saubere Auszeichnung – ist meist einmalig und danach nur noch Pflege. Inhalte sind der große, dauerhafte Posten: Jeder Text, der eine Suchanfrage wirklich beantwortet, kostet Recherche- und Schreibzeit. Verweise von anderen Websites sind der dritte Teil und der langsamste, weil sie sich nicht kaufen lassen, ohne Risiko einzugehen. Wer ein Angebot vergleicht, sollte deshalb fragen, wie viel davon in welchen Teil fließt.
Deckt erfahrungsgemäß kaum mehr ab als ein automatisch erzeugtes Reporting. Es entstehen keine Inhalte.
Technik, regelmäßig neue Inhalte, Auswertung. Der Betrag richtet sich vor allem danach, wie viel tatsächlich geschrieben wird.
Österreich, Deutschland und Schweiz parallel, dazu Begriffe, an denen seit Jahren andere arbeiten.
08.000 €/Monat
Der größte Posten ist in jeder Zeile die Erstellung von Inhalten. Wer ein Angebot vergleicht, sollte fragen, wie viele Texte pro Monat darin enthalten sind.
Die üblichen Abrechnungsmodelle
Monatspauschale: ein fixer Betrag für ein vereinbartes Paket an Leistungen. Vorteil ist die Planbarkeit, Nachteil, dass in ruhigen Monaten dasselbe verrechnet wird. Projektpreis: sinnvoll für eine einmalige technische Überarbeitung oder den Aufbau einer Inhaltsstruktur. Stundensatz: ehrlich, aber schwer zu budgetieren. Erfolgsabhängig – Bezahlung pro Platzierung – klingt verlockend, führt in der Praxis aber dazu, dass an leichten, wertlosen Suchbegriffen gearbeitet wird, weil sie schnell Erfolg vorweisen.
Was der Preis nach oben treibt
Wettbewerb ist der stärkste Faktor. Ein Nischenbegriff in einer kleinen Stadt ist mit überschaubarem Aufwand zu erreichen, eine Branchenbezeichnung plus Großstadt kostet ein Vielfaches, weil dort seit Jahren andere arbeiten. Zweitens der Ausgangszustand: Eine technisch saubere Website mit brauchbaren Texten braucht Pflege, eine gewachsene Seite mit tausenden alten Unterseiten erst einmal Aufräumarbeit. Drittens die Sprachräume – Österreich, Deutschland und die Schweiz suchen unterschiedlich, und jede Region will eigene Inhalte.
Fünf Warnsignale
Erstens: garantierte Platzierungen. Niemand kontrolliert Googles Rangfolge, solche Garantien sind wertlos. Zweitens: Platz 1 in vier Wochen – möglich nur bei Suchbegriffen, die ohnehin niemand eingibt. Drittens: eine Beziehung zu Google, die angeblich hilft; ein Google-Partner-Status betrifft ausschließlich Werbung. Viertens: Berichte, die Platzierungen zeigen, aber keine Anfragen. Fünftens: gekaufte Verweise aus Linknetzwerken – das verstößt gegen Googles Richtlinien und kann die Domain dauerhaft beschädigen.
Woran Sie erkennen, ob es sich rechnet
Die einzige Zahl, die zählt, ist der Preis pro Anfrage. Rechnen Sie: monatliche Kosten geteilt durch die Anfragen, die über die Suche hereinkamen. Vergleichen Sie das mit dem, was Sie eine Anfrage über Werbung kostet, und mit Ihrem Deckungsbeitrag pro Auftrag. Diese Rechnung braucht Vorlaufzeit – vor sechs Monaten ist sie nicht aussagekräftig –, aber sie beendet jede Diskussion über gefühlte Erfolge. Voraussetzung ist, dass Anfragen überhaupt erfasst werden; ohne diese Messung ist jede Bewertung Meinung.
Häufige Fragen
Kann ich SEO selbst machen?
Die Grundlagen ja: verständliche Seitentitel, klare Struktur, Texte, die echte Fragen beantworten. Das bringt bei wenig umkämpften Begriffen schon viel. Aufwendig wird es bei technischen Problemen und beim laufenden Produzieren von Inhalten – das scheitert meist nicht am Können, sondern an der Zeit.
Wie lange muss ich mindestens buchen?
Unter sechs Monaten ist die Wirkung nicht beurteilbar. Verträge mit 24 Monaten Mindestlaufzeit sind trotzdem unnötig – seriös ist eine überschaubare Grundlaufzeit mit anschließend monatlicher Kündigungsmöglichkeit.
Bringt SEO auch etwas für ChatGPT und andere KI-Systeme?
Ja, weitgehend dieselben Maßnahmen. KI-Systeme greifen auf Suchindizes zu und bevorzugen Seiten, die eine Frage klar und vollständig beantworten. Zusätzlich zählen Erwähnungen auf anderen Websites, weil daraus hervorgeht, ob eine Quelle als verlässlich gilt.
Was passiert, wenn ich aufhöre?
Erarbeitete Positionen verschwinden nicht sofort, sie erodieren über Monate, während Mitbewerber weiterarbeiten. Anders als bei Anzeigen ist der Abbruch also kein harter Schnitt, aber auch kein dauerhafter Besitzstand.
Wie sieht das in Ihrem Fall aus?
Im kostenlosen Erstgespräch bekommen Sie eine konkrete Einschätzung zu Aufwand, Kosten und Reihenfolge – bezogen auf Ihren Betrieb, nicht auf einen Durchschnitt.
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