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Ablauf

Wie lange dauert es, eine Website zu erstellen?

Eine überschaubare Unternehmenswebsite mit fünf bis zehn Seiten braucht vier bis sechs Wochen von der Beauftragung bis zum Livegang. Mit individuellem Entwurf, eigenen Fotos und mehr Umfang sind es acht bis zwölf Wochen. Der längste Posten ist dabei fast nie die Programmierung, sondern das Bereitstellen von Texten und Bildern durch den Auftraggeber.

6 Min. LesezeitAktualisiert am Ing. Özgür Deli, MSc CMSE

Wie sich die Zeit tatsächlich verteilt

Grob gerechnet entfällt etwa ein Fünftel auf Konzept und Struktur, ein Viertel auf Gestaltung, ein knappes Drittel auf Umsetzung und der Rest auf Inhalte, Korrekturen und Tests. Der Punkt, an dem Projekte hängen bleiben, liegt fast immer bei den Inhalten: Der Entwurf steht, die Technik steht, und dann fehlen die Texte für sechs Unterseiten und brauchbare Fotos. Wer schon vor dem Start weiß, wer im Haus die Texte liefert, verkürzt das Projekt spürbarer als jede technische Entscheidung.

Typischer Ablauf einer überschaubaren Unternehmenswebsite
  1. Konzept & Struktur1 Woche

    Welche Seiten es gibt, welche Frage jede beantwortet, wohin die Anfrage läuft.

  2. Gestaltung2 Wochen

    Entwurf der Startseite und einer Unterseite, danach Abstimmung. Hier entscheidet die Zahl der Korrekturrunden.

  3. Umsetzung2 Wochen

    Programmierung, Anbindung des Formulars, Technik für die Auffindbarkeit.

  4. Inhalte, Korrektur & Tests1 Woche

    Der Abschnitt, der in der Praxis am häufigsten überzogen wird – weil Texte und Bilder fehlen.

Gesamt: 6 Wochen

Vier bis sechs Wochen sind realistisch, wenn Texte und Bilder zu Projektbeginn bereitstehen. Fehlen sie, verlängert sich fast immer der letzte Abschnitt.

Was den Zeitplan verlängert

Zu viele Entscheidungsträger ohne klare Zuständigkeit – jede Abstimmungsrunde kostet Tage. Umfang, der während des Projekts wächst: Aus fünf Seiten werden zwölf, aus dem Kontaktformular ein Buchungssystem. Fehlende Zugänge zu Domain oder Hosting, oft weil sie beim früheren Dienstleister liegen und niemand die Zugangsdaten hat – das allein blockiert regelmäßig eine Woche. Und Übersetzungen, die erfahrungsgemäß doppelt so lange brauchen wie geplant.

Was sich beschleunigen lässt und was nicht

Beschleunigen lässt sich der Start: Wenn Struktur, Texte und Bildmaterial zu Projektbeginn vorliegen, sind vier Wochen realistisch. Ebenso hilft eine feste Ansprechperson mit Entscheidungsbefugnis. Nicht beschleunigen lässt sich der Aufbau von Sichtbarkeit – eine neue Domain braucht Monate, bis sie in der Suche mitspielt. Wer eine Website zu einem Stichtag braucht, sollte deshalb den Livegang planen und die Sichtbarkeit als eigenes, längeres Vorhaben betrachten.

Der Livegang ist nicht das Ende

Nach der Freischaltung folgen Wochen, in denen die Seite bei Suchmaschinen ankommt, die ersten echten Nutzungsdaten hereinkommen und sich zeigt, wo Menschen abspringen. Diese Phase gehört in die Planung: zwei bis vier Wochen für Nachbesserungen, danach ein fester Termin, um Zahlen anzusehen. Ohne diesen Termin bleibt jede Website in dem Zustand, in dem sie live gegangen ist – und das ist selten der beste.

Häufige Fragen

Geht es auch in einer Woche?

Mit einer fertigen Vorlage, vorhandenen Texten und wenigen Seiten ja. Das Ergebnis unterscheidet sich dann allerdings kaum von dem, was ein Baukasten liefert – als Übergangslösung sinnvoll, als dauerhafte Grundlage selten.

Wann sollten wir mit dem Relaunch beginnen, wenn ein Messetermin ansteht?

Rechnen Sie rückwärts vom Termin, ziehen Sie die geschätzte Dauer ab und legen Sie zwei Wochen Puffer dazu. Bei einem üblichen Projekt heißt das: Start rund drei Monate vorher.

Was passiert mit den alten Adressen beim Relaunch?

Jede alte Seitenadresse braucht eine dauerhafte Weiterleitung auf ihr neues Gegenstück. Wird das vergessen, verliert man die aufgebaute Sichtbarkeit – der häufigste und teuerste Fehler bei einem Relaunch.

Wie sieht das in Ihrem Fall aus?

Im kostenlosen Erstgespräch bekommen Sie eine konkrete Einschätzung zu Aufwand, Kosten und Reihenfolge – bezogen auf Ihren Betrieb, nicht auf einen Durchschnitt.

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