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Entscheidung

Baukasten oder eigene Website? Die ehrliche Entscheidungshilfe

Ein Baukasten reicht, wenn Ihre Website vor allem existieren und aktuell aussehen muss und Ihre Kunden über Empfehlung kommen. Eine eigene Umsetzung lohnt sich, sobald die Website Anfragen bringen soll, Sie bei Google für umkämpfte Begriffe bestehen wollen oder Funktionen brauchen, die der Baukasten nicht vorsieht. Die Frage ist nicht, was besser ist, sondern was die Website leisten soll.

6 Min. LesezeitAktualisiert am Ing. Özgür Deli, MSc CMSE

Wofür Baukästen wirklich gut sind

Sie sind schnell, günstig und in der Bedienung durchdacht. Sicherheitsaktualisierungen, Hosting und Sicherungen übernimmt der Anbieter – Aufgaben, die bei einer eigenen Lösung jemand erledigen muss. Für eine Praxis, einen Handwerksbetrieb mit vollen Auftragsbüchern oder ein Lokal, dessen Gäste ohnehin aus der Nachbarschaft kommen, ist ein Baukasten die vernünftige Wahl. Wer Ihnen in dieser Lage ein vierstelliges Angebot schreibt, verkauft Ihnen etwas, das Sie nicht brauchen.

Wo Baukästen an Grenzen stoßen

Drei Punkte tauchen in der Praxis immer wieder auf. Erstens die Ladezeit: Baukästen liefern viel mit, was Ihre Seite nicht braucht, und das lässt sich kaum abstellen. Google bewertet Ladezeit direkt mit. Zweitens die Struktur: Wer für viele Suchbegriffe gefunden werden will, braucht viele Unterseiten mit eigener Struktur – in Baukästen mühsam bis unmöglich. Drittens alles, was über eine Darstellung hinausgeht: Terminbuchung mit eigenen Regeln, ein Kundenbereich, eine Anbindung an Ihre Warenwirtschaft. Sobald einer dieser Punkte auftaucht, arbeiten Sie gegen das Werkzeug.

Baukasten und eigene Umsetzung im direkten Vergleich
KriteriumBaukastenEigene Umsetzung
In wenigen Tagen online, ohne Projektjanein
Niedrige Kosten am Anfangjanein
Ohne technisches Wissen bedienbarjateilweise
Eigene Struktur für umkämpfte Suchbegriffeneinja
Ladezeit gezielt optimierbarteilweiseja
Funktionen über das Vorgesehene hinausneinja
Inhalte und Daten jederzeit mitnehmbarteilweiseja
Unabhängig vom Fortbestand des Anbietersneinja
jajateilweiseteilweiseneinnein

Keine der beiden Spalten gewinnt für sich genommen. Entscheidend ist, welche der Zeilen für Ihr Vorhaben tatsächlich zählt.

Der Punkt, der oft übersehen wird

Was passiert, wenn Sie wechseln wollen? Bei einem Baukasten nehmen Sie in der Regel Ihre Texte und Bilder mit – aber nicht die Seite selbst, und je nach Anbieter auch nicht ohne Weiteres die aufgebaute Sichtbarkeit bei Google. Ein Wechsel bedeutet oft, an derselben Stelle noch einmal zu beginnen. Das ist kein Argument gegen Baukästen, aber ein Argument dafür, die Entscheidung bewusst zu treffen statt aus Bequemlichkeit.

Eine einfache Entscheidungsregel

Beantworten Sie drei Fragen. Soll die Website neue Kunden bringen, die Sie noch nicht kennen? Soll sie bei Google für Suchbegriffe erscheinen, die auch Ihre Mitbewerber wollen? Soll sie Arbeit übernehmen, die heute jemand von Hand macht? Bei dreimal Nein nehmen Sie einen Baukasten und geben das gesparte Geld für gute Fotos und Texte aus – die bringen mehr als jede Technik. Bei zweimal oder dreimal Ja rechnet sich eine eigene Umsetzung, weil sie sonst ohnehin nachgerüstet werden muss.

Häufige Fragen

Ist WordPress ein Baukasten?

Dazwischen. Es ist flexibler als geschlossene Baukästen, verlangt dafür aber Pflege: Aktualisierungen, Erweiterungen, Sicherheit. Wer das nicht leisten will oder kann, ist mit einem geschlossenen System oder einer wartungsarmen Eigenlösung besser bedient.

Kann man später vom Baukasten wechseln?

Ja, aber es ist ein Neubau, kein Umzug. Planen Sie Weiterleitungen von den alten Adressen ein, sonst verlieren Sie die bei Google aufgebaute Sichtbarkeit – das wird regelmäßig vergessen.

Sind Baukasten-Websites schlechter für SEO?

Nicht grundsätzlich. Die Grundlagen lassen sich meist erfüllen. Schwierig wird es bei Ladezeit und bei vielen strukturierten Unterseiten – also genau dort, wo es um umkämpfte Suchbegriffe geht.

Wie sieht das in Ihrem Fall aus?

Im kostenlosen Erstgespräch bekommen Sie eine konkrete Einschätzung zu Aufwand, Kosten und Reihenfolge – bezogen auf Ihren Betrieb, nicht auf einen Durchschnitt.

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