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Was kostet eine Website? Ein ehrlicher Überblick für Österreich

Für eine einfache Unternehmenswebsite mit wenigen Seiten reichen ein Baukasten und rund 10 bis 30 Euro im Monat. Eine individuell gestaltete Website mit eigener Struktur, Texten und technischer Suchmaschinenoptimierung bewegt sich in Österreich üblicherweise im mittleren vierstelligen Bereich. Sobald Funktionen wie Terminbuchung, Kundenbereich oder Anbindung an eigene Systeme dazukommen, wird es fünfstellig. Entscheidend ist nicht die Optik, sondern was die Website leisten soll.

7 Min. LesezeitAktualisiert am Ing. Özgür Deli, MSc CMSE

Warum die Spanne so groß ist

Der Begriff Website umfasst zwei sehr verschiedene Dinge. Das eine ist eine digitale Visitenkarte: Wer sind wir, was machen wir, wie erreicht man uns. Dafür genügt ein Baukasten, und mehr auszugeben wäre Verschwendung. Das andere ist ein Werkzeug, das Arbeit übernimmt – Anfragen qualifiziert, Termine entgegennimmt, Kunden informiert, bei Google gefunden wird. Das ist ein Softwareprojekt mit einer Oberfläche, und es wird entsprechend kalkuliert. Wer Angebote vergleicht, ohne diesen Unterschied zu klären, vergleicht Äpfel mit Werkstätten.

Was eine Website in Österreich üblicherweise kostet
Baukasten, selbst gebaut120360

10 bis 30 Euro im Monat, hier auf ein Jahr gerechnet. Ihre Arbeitszeit ist darin nicht enthalten.

Individuell, 5 bis 10 Seiten4.0008.000

Eigene Struktur, eigene Texte, technische Suchmaschinenoptimierung – einmalige Erstellung.

Mit Funktionen10.00025.000

Terminbuchung, Kundenbereich oder Anbindung an vorhandene Systeme.

025.000

Richtwerte aus Projekten im DACH-Raum, keine Preisliste. Der Baukasten ist als Jahreskosten dargestellt, die übrigen Werte als einmalige Erstellung – hinzu kommen dort Hosting und Pflege.

Die vier Faktoren, die den Preis wirklich treiben

Erstens die Anzahl unterschiedlicher Seitentypen – nicht die Anzahl der Seiten. Zwanzig gleich aufgebaute Produktseiten kosten kaum mehr als zwei, drei völlig verschiedene Vorlagen dagegen deutlich. Zweitens Texte und Bilder: Wer beides liefert, spart einen erheblichen Anteil. Wer es beauftragt, zahlt dafür – zu Recht, denn Texte entscheiden über Anfragen. Drittens Funktionen: Terminbuchung, Kundenbereich, Shop, Anbindung an bestehende Systeme. Jede davon ist ein eigenes kleines Projekt. Viertens die Frage, ob die Website bei Google gefunden werden soll. Technische Grundlagen gehören dazu; laufende inhaltliche Arbeit ist eine eigene Leistung.

Was Sie zusätzlich einplanen sollten

Der Kaufpreis ist nicht der Gesamtpreis. Laufend kommen hinzu: Domain und Hosting, meist ein niedriger zweistelliger Betrag pro Monat. Aktualisierungen des Systems, damit keine Sicherheitslücken offen bleiben – bei einem Baukasten übernimmt das der Anbieter, bei einer eigenen Lösung muss es jemand tun. Und Inhaltspflege: Eine Website, die drei Jahre unverändert bleibt, verliert bei Google an Boden. Rechnen Sie diese Posten von Anfang an mit, sonst wirkt das günstigste Angebot nur so lange günstig, bis die erste Rechnung für etwas kommt, das niemand erwähnt hat.

Woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen

Ein Festpreis ohne jedes Gespräch über Ihre Ziele ist ein Warnzeichen – der Anbieter weiß nicht, was er baut, also baut er das Billigste. Ebenso Verträge mit langer Bindung und monatlicher Rate, bei denen am Ende nichts Ihnen gehört: Läuft der Vertrag aus, ist die Website weg. Fragen Sie immer, wem Domain, Inhalte und Zugänge gehören, und lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben. Ein seriöser Anbieter hat damit kein Problem.

Wann sich welche Variante lohnt

Baukasten: Sie brauchen Präsenz, Ihre Kunden kommen über Empfehlung, die Website muss nur existieren und aktuell aussehen. Individuelle Umsetzung: Die Website soll Anfragen bringen, Sie wollen bei Google gefunden werden, oder Ihr Angebot lässt sich in einer Standardvorlage nicht sinnvoll darstellen. Softwareprojekt mit Oberfläche: Die Website soll Abläufe übernehmen – Terminvergabe, Kundenportal, Bestellungen. Die ehrlichste Beratung, die Sie bekommen können, ist die, die Sie in die erste Kategorie einordnet, wenn Sie dort hingehören.

Häufige Fragen

Kann ich mit einer Website unter 1.000 Euro etwas Brauchbares bekommen?

Ja, wenn Sie Texte und Bilder selbst liefern und ein Baukastensystem nutzen. Was Sie dafür nicht bekommen, ist eine auf Ihre Ziele zugeschnittene Struktur und die technische Grundlage, um bei Google für umkämpfte Begriffe zu bestehen.

Wie lange dauert es, bis eine Website fertig ist?

Bei klarer Struktur und vorhandenen Inhalten wenige Wochen. Der häufigste Grund für Verzögerung sind nicht die Entwickler, sondern fehlende Texte und Bilder auf Kundenseite.

Brauche ich jedes Jahr eine neue Website?

Nein. Eine technisch sauber gebaute Website hält viele Jahre. Was regelmäßig Pflege braucht, sind Inhalte und Sicherheitsaktualisierungen – nicht das Design.

Gibt es in Österreich Förderungen für Websites?

Für Digitalisierungsvorhaben bestehen regelmäßig Förderprogramme, etwa über Wirtschaftskammer oder Landesförderungen. Ob eine reine Website darunterfällt, hängt vom Programm ab – fragen Sie vor der Beauftragung bei der zuständigen Stelle nach.

Wie sieht das in Ihrem Fall aus?

Im kostenlosen Erstgespräch bekommen Sie eine konkrete Einschätzung zu Aufwand, Kosten und Reihenfolge – bezogen auf Ihren Betrieb, nicht auf einen Durchschnitt.

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